Ariella, die Meerhexe oder doch die kalte Sophie…?

Ariella Foto:©Hartmut Meyer

Die Premiere des neuen Märchenstücks „Ariella, die kleine Meerjungfrau“ auf der Freilichtbühne Bad Bentheim trotzte am Pfingstsonntag erfolgreich dem Wetter. 

Von Elisabeth Henning und Anne Ennen

Bad Bentheim. Kalt war es am Pfingstsonntag, eigentlich sogar lausig kalt. Wer allerdings wegen des Temperatursturzes lieber zuhause geblieben war, verpasste den spannenden und opulent inszenierten Kampf zwischen Ariella, dem wunderschönen Unterseefräulein und der machthungrigen Meerhexe. Letztlich blieben zwar einige Reihen leer und man konnte schon den Eindruck gewinnen, dass eben doch die „kalte Sophie“ die Siegerin des Tages war… Aber vielleicht auch nicht. Schauen wir mal!

Ariella Foto:©HArtmut Meyer
Ariella Foto:©Hartmut Meyer

Warm eingepackt war hier nur das Publikum: Das Ensemble spielte in den wunderbaren und sommerlichen Kostümen der exotischen Unterwasserwelt – großes Kompliment an die Kostümbildner – professionell gegen alle Kältegrade. Eigentlich unfair hier jemanden besonders herauszuheben, aber man muss doch Naomi Krommendijk erwähnen: Sie spielte und tanzte die Ariella mit Leidenschaft und setzte diesem schließlich mit ihren gesanglichen Qualitäten auch noch die Krone auf. Ja, die Krone, oder nein besser: Der Dreizack des Königs (Ralf Effing) ist das Begehr der Mehrhexe (Jose Krommendijk). Das führt zu allerlei Verwicklungen und gefährlichen Situationen, aus denen aber endlich das Liebespaar Ariella und ihr Prinz als Sieger hervorgehen. Und daran ändern auch die wilden Piraten nichts, die urplötzlich mit einem beeindruckenden Schiff über den See der Bühne zu einem Angriff auf das Schloss … Aber nein, zu viel soll hier ja auch nicht verraten werden. Das alles wird wunderbar in Szene gesetzt von der Berliner Regisseurin Gudrun Lelek, die ihr Augenmerk bis ins kleinste Detail lenkt: Bewegungen und Gestik überzeugen insbesondere bei „Bastian Languste“ , dargestellt von Jan Riestenpatt, der so wundervoll auf den bedeutenden Spuren seines Vaters wandelt. Die liebevoll ausgestaltete Choreografie stammt von Dominique Schölling und sie wird von den Darstellern in beindruckenden Ensembletanz umgesetzt. Die tolle und mitreißende Musik dazu komponierte der Schüttorfer Musiklehrer Hartmut Meyer, einstudiert wurde sie mit sicherer Hand durch Thomas Lischik.
Und nun? Was bleibt an Eindruck hängen: Ganz klar, die Sophie hat verloren und Ariella ist die Siegerin des Tages!
Und Sie: Sie haben die Chance bei einer der weiteren Vorstellungen dabei zu sein! Am nächsten Mittwoch zum Beispiel. Dann sollen die Temperaturen schon beinahe wieder auf 20 Grad klettern! Viel Vergnügen!

Ariella Foto:©HArtmut Meyer
Ariella Foto:©Hartmut Meyer

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