Bald günstiges Wohnen an Ohner Straße

Foto: ©Albrecht Dennemann
Fast untergegangen ist am Montag in der Sitzung des Jugend-, Sport-, Kultur- und Integrationsausschusses die Bekanntgabe zur Bebauung des Areals einer ehemaligen Gaststätte an der Ohner Straße 19. Bauamtsleiter Dieter Salewski stellte das städtische Bauvorhaben vor, dass insgesamt sechs Wohnungen zu günstigeren Mieten verspricht.
Schüttorf. Errichtet werden soll eine Wohnanlage mit 6 Wohneinheiten in zweigeschossiger, L-förmiger Bebauung an der Ecke Ohner Strasse/Krähenstrasse. In Holzständerbauweise mit vorgelagerter massiver Verblendschale (Klinker) und Satteldach. Jeweils drei Wohneinheiten im Erdgeschoss und im Obergeschoss, die  über einen offenen überdachten Laubengang erschlossen werden.  Nebengebäude entstehen im rückwärtigen Grundstückbereich für Abstellräume und Fahrräder. Wohnungs-Typ 1 (etwa 56 Quadratmeter Wohnfläche): Zwei-Zimmer mit Küche und Bad (Whg. 1 und 4). Wohnungs-Typ 2: (etwa 68 – 70 Quadratmeter Wohnfläche): Drei-Zimmer mit Küche und Bad (Whg. 2 ,3, 5 und 6).  Alle Wohnungen sind barrierefrei ausgebildet mit bodentiefen Duschen. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind zudem barrierefrei erreichbar. Baukosten sollen rund 795.000 Euro betragen. Die Planungs- und Genehmigungsphase soll bis Sommer 2018 abgeschlossen sein, so dass die Bauphase im Herbst 2018 beginnen kann. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2019 gerechnet. Für das Bauvorhaben ist mit einer Zweckbewilligung von 30 Jahren ein Förderantrag bei der N-Bank für ein zinsfreies Darlehen gestellt worden. Unter der Annahme, dass der Förderantrag bewilligt wird, kann voraussichtlich ab 4,80 Euro pro Quadratmeter eine kostendeckende Miete erzielt werden.  Die Vergleichsmiete beträgt zurzeit 5,60 Euro pro Quadratmeter. Bauherr ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Schüttorf (WGS).
Erst im Dezember hatte der Rat der Stadt Schüttorf einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen, auf dem Markt für günstigeren Wohnraum tätig zu werden. Doch dieser Bau hat eine Vorgeschichte mit weitreichenden Vorplanungen, so dass deshalb so schnell das Bauvorhaben vorgestellt werden konnte.
Schon seit längerem war das Areal für „sozialen Wohnungsbau“ vorgesehen gewesen. Im Zuge der Flüchtlingskrise hatte die Stadt beim Schüttorfer Unternehmen Holzbau Busmann drei Unterbringungsmöglichkeiten in Holzständerbauweise in Auftrag gegeben. Geplant hatte diese Flüchtlingsunterkünfte  das Architekturbüro Middelberg und Venhaus, die nun auch planerisch für dieses Objekt verantwortlich sind. Letztendlich wurde nur ein Objekt am Nordring errichtet und zwei weitere Objekte wurden gestoppt, obschon die Module schon vorgefertigt waren. Ursprünglich war angedacht, den beteiligten Unternehmen in Kompensation für die nicht gebauten Flüchtlingsunterkünfte, den Auftrag für den Bau an der Ohner Straße zu geben.
[Achtung Korrektur: Fälschlicherweise hatten wir in einer vorangegangenen Version behauptet, das dies auch so umgesetzt würde].
Abweichend von diesem Plan hat jedoch der Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft  Schüttorf (WGS) beschlossen, das Bauvorhaben komplett neu auszuschreiben. Die schon vorgefertigten Module für die Flüchtlingsunterkünfte wurden inzwischen verkauft. Als Ergebnis der Ausschreibung erhielt die Firma Holzbau Busmann als günstigster Anbieter bei Festpreis den Zuschlag für das nun zu errichtende Gebäude.

Quelle Plan: Middelberg und Venhaus Architekten GmbH, Schüttorf
Quelle Plan: Middelberg und Venhaus Architekten GmbH, Schüttorf
Quelle Plan: Middelberg und Venhaus Architekten GmbH, Schüttorf
Quelle Plan: Middelberg und Venhaus Architekten GmbH, Schüttorf

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