Bislang keine Schätze an Suddendorfer Straße

Ole Storm von der Firma ArchaeNord aus Bremen Foto: © Albrecht Dennemann

Schon eine Weile wird auf dem zukünftigen Baugebiet an der Suddendorfer Straße in Bad Bentheim gebaggert. Es werden jedoch keine Versorgungsleitungen verlegt, sondern zunächst beschaut sich ein Archäologie die Fläche.

kreisrunder Bodenbefund  Foto: © Albrecht Dennemann

Bad Bentheim. Ole Storm von der Bremer Firma ArchaeNord lässt von einem Ohner Unternehmen in regelmäßigen Abständen breite parallele Gräben über die Fläche baggern. Etwas tiefer als der Mutterboden reicht, wird ausgehoben. Die Hoffnung: Siedlungsreste und/oder Spuren zu entdecken, bevor sie durch die Bebauung dieser Naturfläche verloren gehen. Denn auch Acker ist ein Teil Natur, wenn auch Kulturlandschaft. Mit dabei ist auch der lizensierte Sameraner Sondengänger Albert Terwey. Terwey hat schon so einige kleine Schätze in der Obergrafschaft entdeckt. Einzelne Münzen, Geschosse, aber auch schon Bomben, wie im vergangenen Jahr in Samern (Blixxm berichtete). Doch auf dieser Fläche bislang eigentlich nichts – bis auf ein paar Apotheker-Gewichte.  So ganz befundlos war die Suche aber auch nicht. Eine kreisrunde Bodenauffälligkeit mit einem Durchmesser von rund sechs Metern ist das Aufregendste. Dieser Kreis durchschneidet sogenannte zur Entwässerung angelegte Eschgräben. Folglich ist dieser Kreis erst nach Beginn der ackerbaulichen Nutzung der Fläche entstanden.

Ole Storm von der Firma ArchaeNord aus Bremen Foto: © Albrecht Dennemann

Bislang kann Ole Storm auch nicht erklären woher dieser Kreis rührt. Folgen einer landwirtschaftlichen Nutzung und einer Siedlung schließt er jedoch aus. Da war aber doch noch etwas, wenn auch wenig spektakulär: Alte tönerne Drainagen, mit denen der Wasserstand auf dem Acker reguliert wurde. Moderne Drainagen werden als lange mit Kokosfasern ummantelte Kunststoffrohre verlegt. Die Ton-Drainagen haben jeweils eine Länge von rund 30 Zentimetern und wurden „auf Lücke“ verlegt, sodass das Wasser hinein sickern und dann abgeleitet werden konnte.
Die Prospektion von archäologischen Verdachtsflächen ist inzwischen Standard bei allen Bauvorhaben. In der Nähe von Siedlungsräumen ist immer mit Funden zu rechnen. So entdeckte man bei Grabungen in Suddendorf im Baugebiet „Wennings Kamp“ Siedlungsreste und Urnen. Nach dieser Prospektion werden die Gräber wieder zugeschüttet und planiert. erst dann wird die Fläche für die Bebauung eingemessen.

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