[FIRLEFANZ] Seit 25 Jahren eine Institution

25 Jahre Firlefanz Foto: © Marc Sluiter

Einen „Silber-Bogen“ gab es am Sonnabend zum 25. Jubiläum der Schüttorfer Kneipen-Institution „Firlefanz“. Nicht erst jetzt ist das „Fanz“ aus der Schüttorfer Gastro-Landschaft nicht mehr wegzudenken – vor allem nicht für die Gäste, die der Kult-Kneipe und dem Wirtspaar Klaudia und Fred Steffen einen Bogen um den Eingang bescherten.

Schüttorf. Das Wort „Firlefanz“ bedeutet heute umgangssprachlich abwertend soviel wieTand, wertloser (modischer) Kram, aber auch Albernheit, Torheit, Kinderei. Firlefanz steht auch als Synonym für bedeutungslose, unerhebliche Information und überflüssige Ausschmückung – all das ist natürlich nicht mit dem Firlefanz in Verbindung zu bringen. Die Kult-Kneipe ist für viele Schüttorfer auch erheblich mehr als nur ein beliebter Treffpunkt auf ein Bier oder einen Kaffee. Es ist zweites Zuhause und Wohnzimmer. Klaudia und Fred Steffen sind natürlich auch nicht nur die Wirte, sondern auch Freunde und für einige Gäste auch „Sozialarbeiter“, denn ein Wirt ist immer mehr als nur „Bedienung“, sondern Ansprechpartner, mit dem man seine Sorgen, aber auch seine glücklicheren Momente teilt. So ist es für viele der Mitarbeiter auch nicht nur ein Job, sondern das Arbeiten dort ist mit größerer Identifikation behaftet. Und viel Aushilfskräfte hat das „Fanz“ schon im Laufe der Jahre gesehen – sogar Samtgemeindebürgermeister Manfred Windhaus war kurzzeitig auf der Lohnliste der Kneipe.
Angefangen hat es 1992 am jetzigen Standort. Als 1999 der Pachtvertrag auslief und die damaligen Besitzer für eine Verlängerung andere Preisvorstellungen hatten, wechselte man auf die andere Seite des Marktplatzes. Was zunächst wie eine Übergangslösung schien, blieb es dann aber zehn Jahre bis 2009. Nach einem Besitzerwechsel des alten „Firlefanz“ etablierte sich dort das „Lennox“, was allerdings nicht von Dauer war. Als es 2009 galt den Pachtvertrag auf der anderen Seite des Marktes zu verlängern, kam ein Angebot – quasi ein letzter Minute – und Klaudia und Fred Steffen schlugen zu: Zurück an den Ausgangspunkt.
Unabhängig vom Standort hat sich die „Kneipe und Café“ zu einem Generationen übergreifenden beliebten Treffpunkt entwickelt. Fußball gucken, Darten, Skat spielen, oder einfach Kaffee, Bier, Wein, Cocktails oder auch Whiskey aus der sehr gut sortierten Bar genießen. Das Firlefanz war zudem – wenn auch nicht immer auch Ausgangspunkt, aber immer beteiligt – an anderen Aktivitäten wie kleineren Open Airs, Live Musik, Musiknächten, Public Viewing, Oktoberfest und weiteren Formate.
Mitunter etwas „kantig“ die Ansprache von Fred Steffen und ausgleichend Klaudia. Die Gäste wissen diesen besonderen Charme zu schätzen, der dieser Institution das gewisse Etwas und vor allem das Profil verleiht. Ohne das „Fanz“ wäre die Schüttorfer Innenstadt erheblich ärmer und ein wesentlicher Anlaufpunkt würde fehlen. Blixxm gratuliert sehr herzlich und auch nicht ganz uneigennützig – schließlich gibt es dort einen ganz hervorragenden Kaffee, der Stoff, der den Journalisten bei Laune hält!

[GALERIE] (Fotos: Marc Sluiter)

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