Haus Funke wird abgerissen

Foto: ©Albrecht Dennemann

Das Haus des Schuster Funke in der Schüttorfer Innenstadt am Singel wird abgerissen. Am Dienstag begannen die Arbeiten, um für eine mögliche Erweiterung des Kindergarten Mauerstraße Platz zu schaffen. Die Abrissarbeiten werden allerdings zu nicht ganz unerheblichen Verkehrsbehinderungen in der Schüttorfer Innenstadt führen, da die Jürgenstraße nach wie vor im Bau ist.

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Schüttorf. Schuster Funke war in Schüttorf eine Institution als Schuster, aber auch als Heimatkundler. Mit seinem Tode vor ein paar Jahren stand das Haus leer und wird nun abgerissen. Das dann freie Gelände soll für eine Erweiterung des Kindergarten Mauerstraße genutzt werden. Das Haus Funke ist inzwischen leer geräumt. Besonderes Augenmerk hatte die Schusterwerkstatt auf sich gezogen, da es solch eine Einrichtung und auch solche Handwerke heute kaum noch gibt. Schuhe werden gekauft und vielleicht noch einmal neu besohlt und ausgebessert. Einen richtigen Wert stellen Schuhe nicht mehr dar – zumindest nicht mehr so, dass sie gehegt und gepflegt und immer wieder ausbessert werden. Wahrscheinlich ist dies  mit industriellen Massenprodukten auch in der Form gar nicht mehr möglich. Die Einrichtung der Schusterwerkstatt wurde gesichert und in der Alten Kirchschule eingelagert.
Mit dem Abriss verliert Schüttorf endgültig ein Stück Geschichte und an der Stelle auch ein ortsbildprägendes Gebäude. Vielleicht ein nicht allzu schönes, oder architektonisch interessantes Objekt, aber die Menschen hatten sich über die Jahre doch sehr an den Anblick gewöhnt. Schönheit liegt jedoch im Auge des Betrachters.
Die Abrissarbeiten machen eine Sperrung der Straße am Singel notwendig. Da die Jürgenstraße noch im Bau ist, kann der Verkehrsabfluss in den kommenden Tagen nur über den Parkplatz Am Kloster erfolgen.

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