Kern: „Deutschland für Polen wichtigster Handelspartner und Investor“

IHK-Vizepräsident Heinrich Koch, AHK-Geschäftsführer Michael Kern und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf beim IHK-Mittagsgespräch in Osnabrück. Foto: Privat

IHK-Mittagsgespräch zum Partnerland der Hannover Messe -Kern: „Deutschland für Polen wichtigster Handelspartner und Investor“

Osnabrück/Hannover. „Polen hat ein enormes Entwicklungspotenzial. In den letzten zwanzig Jahren war es die sich am schnellsten entwickelnde Volkswirtschaft in Europa“, erläuterte IHK-Vizepräsident Heinrich Koch in seiner Begrüßung zum IHK-Mittagsgespräch mit Michael Kern, dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Deutsch-Polnischen Auslandshandelskammer (AHK Polen) in Warschau.
Als diesjähriges Partnerland der Hannover Messe steht Polen in dieser Woche im besonderen Fokus der Öffentlichkeit. Die Wirtschaftsentwicklung Polens beeindruckt aktuell in zahlreichen Branchen mit Innovationen und Wachstum und ist damit für Investoren aus aller Welt ein interessanter Standort. Bei den Unternehmen der Region rangiert Polen auf Platz acht der wichtigsten Auslandsmärkte. 330 engagieren sich dort, einige auch mit eigenen Niederlassungen.
„Bereits heute ist Deutschland der wichtigste Handelspartner und Investor für Polen“, betonte Gastredner Kern. Er wies zudem auf die umfangreichen Potenziale des Landes hin: „Polen ist schon lange keine verlängerte Werkbank mehr. In Zukunftsbranchen – wie zum Beispiel beim Thema Digitalisierung –entwickelt sich das Land sehr dynamisch“, so Kern. Mit seinen rund 40 Millionen Einwohnern, deren Kaufkraft jedes Jahr zunimmt, verfüge das Land mittlerweile über einen großen und attraktiven Binnenmarkt. Sowohl der Konsumgüter- wie auch der Investitionsgüterbereich wachsen kontinuierlich. Mit dem sogenannten Morawiecki-Plan wird eine noch stärkere Förderung der Industrie, etwa in den Bereichen Automobil, Schiffbau, Luftfahrt und IT, angestrebt. Dies werde dem Land, so Kern, weitere Wachstumsimpulse bringen.
Zur wirtschaftlichen Entwicklung Polens trage in hohem Maße der ähnlich wie in Deutschland hohe Anteil des Mittelstands bei, der sich in Polen vor allem aus kleineren Familienunternehmen zusammensetze. Mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von etwa drei Prozent präsentiert sich Polen solide. Aktuell belege das Land nach einer Umfrage der AHKs in Mittel- und Osteuropa nach Tschechien den zweiten Platz hinsichtlich der Attraktivität bei deutschen Investoren.
Allerdings wies Kern auch auf Problembereiche wie den Fachkräftemangel hin: „Insbesondere im gewerblich-technischen Bereich zeichnet sich ein Mangel in einzelnen Bereichen ab.“ Bei der Hochschulbildung sei das Land jedoch sehr gut aufgestellt. Zudem seien die Menschen in Polen sehr motiviert und produktiv.

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