[KOMPLEX] Punkrock mit Stiel

Eisenpimmel Foto: Privat

Mit „Eisenpimmel“ hat sich das Komplex für den 16. September eine Band eingeladen, die neben den „Kassierern“ und „Lokalmatadore“ zu den bekanntesten Akteuren der Ruhrpott Punk Szene tählen. Als Support Bands spielt die Ochtruper Band „Memories of Fake“ und die argentinische Grunge-Punk Band „Iwanido„.

Schüttorf. „Wo wir sind, sind viele Fliegen, weil wir nur saufen und am Bahnhof liegen“ heißt es in einem Songtext auf ihrem ersten und einzigen Tape. Im Jahr 1985 gründeten Gitarrist Wolle Pannek und Sängerin Bärbel Rotzky die Kinderpunkband „Hansafront“, aus der im Laufe der Jahre durch die Hinzunahme anderer Gestalten eine Gruppe für Erwachsene (Eisenpimmel) wurde. Ziel war und ist es überhaupt nicht, die Gesellschaft mit sozialkritischen Texten zum Nachdenken zu bewegen, sondern vielmehr die eigenen, suboptimalen Lebensumstände zu beschreiben. Obwohl jeder aus der Band ein ausgezeichneter Musiker ist und nach eigener Einschätzung ohne weiteres bei Pink Floyd spielen könnte, wurde Bier zum wichtigsten Bandmitglied. Etwa 40 Titel, die sich mit dieser Thematik befassen, hat die Gruppe komponiert – die bekanntesten unter ihnen „Saufen“, „Pils“ und „Bau keine Scheisse mit Bier“. Angespornt vom großen Erfolg ihrer akustischen Szenarien wurden Eisenpimmel in den vergangenen 20 Jahren immer politischer, was sich in Titeln wie „Staat hau ab“, „Ozonloch Fuck Off“ und „Skat mit dem System“ manifestierte. Spätestens nach ihrer letzten 3erLP, einer Rock-Oper über den „Niedergang des monetären Wirtschaftssystems (aus Sicht eines Girokontos)“, bilden Eisenpimmel die Speerspitze einer neuen, jungen Bewegung semipolitisch interessierter Teilzeitaktivisten mit großer Schnauze.
Für ihr Alter sehen sie sehr gut aus und bewegen sich auf der Bühne wie Basketballer oder Hasen. Ihr bescheidenes Anliegen, möglichst wenig Konzerte zu geben, sieht die gut gebaute Punkband losgelöst von Abenden, an denen sie einem fassungslosen Publikum ihre großen Welterfolge präsentiert. Eisenpimmel sind gegen Tierversuche, Umweltverschmutzung, Faschismus und Krankheiten aller Art.
Dagegen füllen seit über zehn Jahren die Ochtruper Jungs von “Memories of Fake” die Spelunken der münsterländischen Umgebung und in Nachbarschaft der Niederlande gelegenen Orte mit einer soliden Fangemeinschaft. Was damals für die fünf Typen vom Dorf als Bandprojekt begann, um sich die Nerv tötende Langeweile der Bauernmetropole kurz vor der niederländischen Grenze vom Hals zu halten, hat sich bis heute ordentlich gemausert. Einflüsse von echten Größen der Indie-, Rock- und Punkszene wie den Hosen oder Queens of the Stoneage sind bei ihnen nicht von der Hand zu weisen. Kurzum eine energiegeladene, gefühlvolle, und dennoch sich gegen den Rest der Welt auflehnende Mischung melodischer Gesamtgefüge und eine kraftvolle Stimme, die dem Ganzen den Halt gibt.
IWANIDO: Die Independent Band mit Wurzeln in Grunge und Punk Rock aus Buenos Aires, Argentinien präsentieren derzeit ihr neues Album „Duermo con el Sol“, ihr viertes Studiowerk. Sie werden im September in Spanien und Deutschland touren. In den Shows werden sie mit den besten Songs ihrer Karriere, sowie Interpretationen internationaler Punksongs, aufwarten. Also mach dich bereit für einen Hurrikan an Grunge-und Punkrock, der dir nicht Umsonst Spanisch vorkommen wird. Deutliche Einflüsse von Bands wie den Pixies, Hellacopters, Jane’s Adiction, Ramones, Nirvana, Turbonegro u.s.w. sind hörbar. Rock & Roll ohne Grenzen

Einlass wird ab 20 Uhr gewährt. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro im VVK. Karten für diese Veranstaltung gibt es in den bekannten Vorverkaufsstellen der Region ( alle Orte der Grafschaft außer Emlichheim haben mindestens eine Reservix Verkaufsstelle) oder im Internet, auch zum zu Hause selber ausdrucken. Mehr Informationen dazu unter www.komplex-schuettorf.de

Eisenpimmel – Memories of Fake – IWANIDO
16. September
ab 20 Uhr 
Jugend- und kulturzentrum Komplex
Mauerstraße 56
Schüttorf

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