[STADTSCHÜTZENFEST] Endspurt der Bogengemeinschaften

Geschäftiges emsiges Treiben herrscht zurzeit in Bad Bentheim, gilt es doch die Stadt heute Abend bestens herausgeputzt zu präsentieren.

Bad Bentheim. Fleißig waren die Bogengemeinschaften in den vergangenen Wochen und Monaten. Nicht alle Bögen zeigen sich, wie in der Vergangenheit auch schon, streng auf das Schützenfest ausgerichtet. Es werden verschiedene Themen, wie das berühmteste Bahnhofsfenster Deutschlands, aber auch das ehemalige Freibad, Schlüters Kuhle und auch das Stonerock-Festival aufgegriffen. Bis in die Nächte wurde gewerkelt und heute wird den Bögen und den Straßen der letzte Schliff verpasst.
An der Wilhelmstraße jagt nun des nächtens die „Witte Jüffer“, das Bentheimer Schlossgespenst den Passanten Schauder über den Rücken. Der Schattenwurf zeigt ganz eindeutig, dass das Gespenst auch aus der Burg heraus kommen kann. Also gilt nun auch außerhalb der Burgmauern: Zipfel eines Taschentuchs zwischen den Fingern hervorziehen, damit einem nichts passieren kann. Insider behaupten hingegen auch, dass „Knickebein“ als Abwehrmedizin prophylaktisch helfen soll.
Aber auch Fürst Bismarck hat sein Festtagsornat in rot-gelb angelegt und empfängt die Gäste an der Schloßstraße passend gekleidet. Die Steinhauerhütte in Schlüters Kuhle war Vorbild für den Nachbau auf dem Herrenberg und beherbergt die Bogengemeinschaft „Löwenkuhle“, dazu wippt der Löwe mit seinem Kopf und brüllt. Gerüchteweise aber nur, wenn eine Jungfrau vorbei läuft.
Mit den Sternmarsch der Bogengemeinschaften beginnt heute Abend um 19 Uhr inoffiziell die heiße Phase des Festes. Offiziell startet die Festwoche morgen am Sonnabend um 18 Uhr mit dem Antreten der Lötkenträger, dem anschließenden Umzug durch die Stadt in den Burginnenhof. Als letzte Bastion des Monarchismus zeigt sich dort dann Bad Bentheim mit der Darbringung der Hochs auf Würdenträger und die fürstliche Familie. Standhaft wehren sich die Bentheimer nun schon seit fast 100 Jahren dem Adel die Privilegien zu versagen – zumindest alle fünf bis sieben Jahre beim Schützenfest.
Wer wird König?„, das ist nun die Frage, die die Gerüchteküche befeuert. Dabei sollte doch klar sein, dass dies vorher nicht abgesprochen und in einem fairen Wettkampf unter den Lötkenträgern am Montag im Schießstand am Kurbad ausgefochten wird. Allerdings sei vor 11 Uhr nicht damit zu rechnen, dass ein Schütze die Mitte der Zielscheibe trifft.  Bürgermeister Pannen wunderte sich vor sechs Jahren allerdings sehr über die Schießkünste seines Vertreters im Amte, der nun Bentheim als König in die Festwoche führt.

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