„Verliebt in das Objekt“

Werke der Sommerakademie 2015 - 2017 am Kloster Frenswegen

Gleich 15 Künstler beteiligen sich an der am Sonntag im Bad Bentheimer Sandsteinmuseum eröffneten neuen Ausstellung. Entstanden sind die abstrakten und gegenständlichen Werke im Rahmen der Sommerakademien 2015 bis 2017 am Kloster Frenswegen unter Anleitung des Künstlerpaare Jutta und Jo Klose.

Elisabeth vor der Straße eröffnet die Ausstellung Foto: © Albrecht Dennemann

Bad Bentheim. „Jede zur Meisterschaft gediehene Fertigkeit“, beschrieb Ems-Vechte-Welle-Autor Joachim Meyenberg in seiner Einführung das Wesen der Kunst. So „eingenordet“ besahen sich die Gäste die Werke von Marga Bos de Kwaasteniet, Agnes Tienstra, Agathe van de Waarde, Hans-Dieter Clasmeier, Dirk Stöver, Ruth Koch, Rosemarie Meyenberg, Jürgen Schevel, Andreas Fleischer, Harry Loves, Dorothea Lübben, Hans-Jürgen Jantzen, Heinrich Hofstede, Hans Gessner und Gré Bolks mit anderen Augen. Obschon sich das Vernissagen-Publikum auch dem Austausch widmete. Welch Arbeit in den einzelnen Objekten steckt, können Laien dennoch kaum erfassen. Und nicht immer ist von vorhin klar, was dabei heraus kommt, wenn ein Sandsteinbrocken vor den Künstlern liegt. „Zunächst muss man sich einmal in das Objekt verlieben“, schilderte eine Künstlerin ihre Herangehensweise dem Ems-Vechte-Welle-Autor. Wenn das geschehen ist, kann sich der Plan auch immer noch ändern – vor allem dann, wenn etwas ungeplant abplatzt. Aber auch dann, wenn die Formgebung den Strukturen und Maserungen des Steins angepasst werden. Und es ist auch immer ein kreativer Prozess.
Die nun ausgestellten Werke könnten unterschiedlicher und damit auch abwechslungsreicher nicht sein. Einigen Skulpturen merkt man die Erfahrung und das Können, anderen noch den Lernprozess an. Manches ist eher dekorativer Natur, aber auch stärker abstraktere Werke sind zu finden. Was darin zu sehen ist? Eine gute Frage, dies sich dem nicht stellt, der die Formensprache auf sich wirken lässt. Unter Anleitung – in handweklichen, wie auch künstlerischen Fragenstellungen – von Jutta und Jo Klose werden auch in diesem Jahr wieder weitere Sandsteinskulpturen am Kloster ihren Weg aus dem Brocken zum Licht finden.

Lapislazuli: Uta Preckwinkel und Paul Driessen Foto: © Albrecht Dennemann

Nach der Begrüßung durch Elisabeth vor der Straße, Vorsitzende des Trägervereins des Sandsteinmuseums, gab sich Joachim Meyenberg mit seiner Einführung wohltuend kurz. Keine explizite Betrachtung der einzelnen Werke mit interpretatorischen Ansätzen. Der Fantasie war somit kein Rahmen gesetzt. Abgesehen von den Titeln, die in entsprechende Richtungen lenkten. Musikalisch umrahmte das Duo Lapislazuli – Uta Preckwinkel an der Geige und Paul Driessen an der Gitarre – den Vormittag. Lieder mit Versatzstücken die bekannt erschienen, aber dennoch gänzlich eigene und auch eigenwillige Kompositionen des Bentheimer Musikerpaares.

Noch bis zum 17. Juni werden die Werke zu sehen sein. Anschließend wird die Ausstellung im Kloster Frenswegen aufgebaut. Täglich – außer montags – ist das Sandsteinmuseum in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
Sandsteinmuseum Bad Bentheim
Funkenstiege/Parkplatz am Schlosspark
Bad Bentheim 

[GALERIE] 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.