Verrückte Musik-Mischung

Johnny Kowalski & The Sexy Weirdos Foto: © Albrecht Dennemann

Die Band „Johnny Kowalski & The Sexy Weirdos“ machten am Freitag in der Teestube des Komplex ihrem Namen alle Ehre: Verrückt. Musik-Verrückte sind diese Briten aus Birmingham und auch die Mischung aus Folk, Polka, Ska und Rock passte dazu. Die „The Backwoods“ aus der Niedergrafschaft konnten als Trio im Vergleich nur den sehr guten Support geben – so verrückt wie die Briten sind sie dann nun doch nicht.

Johnny Kowalski & The Sexy Weirdos Foto: © Albrecht Dennemann

Schüttorf. Es war schon der zweite besondere Abend in Folge, den die Komplex-Konzertinitiative „Zikadumda“ mit diesem Konzert in der Teestube hingelegt hat. Nach „Kochkraft durch KMA“ Anfang des Monats nun aber etwas vollkommen anderes. Und mit Jaimi Faulkner kommt in der kommenden Woche ein Singer/Songwriter mit einem wiederum anderem Programm.  Viel Abwechslung. Im Singer/Songwriter-Stil eröffneten 2the Backwoods“ – die Hinterwäldler – mit ihrem Akustic-Set den Abend. Bekannte Rock- und Pop-Song mit rauer Rock´n´Roll-Oberfläche. Janek Kamps (Guitar,Vocals) sorgt dabei für die souveräne Moderation und den Rock´n´Roll. Daniel Sloot (Guitar,Vocals) und Steffen Imholte (Bass,Vocals) unterstützen ihn dabei. Stilistisch setzten sie sich durchaus von dem ab, was dann noch kommen sollte: Weniger wild oder verrückt, aber sehr solide und eine gelungene Vorbereitung des Publikums.
Tummelten sich die sechs „Sexy Weirdos“ währenddessen noch etwas zurückhaltend im Publikum, legten sie auf den Bühne richtig los. Frontman Johnny Kowalksi legte seinen leicht entrückten Blick auf und ab ging die Chose. Und wie. Mit einem Mix aus Irish Folk-Elementen, Balkan, Polka und Ska mischte die Band aus Birmingham das Publikum ordentlich auf. Mit enormer Spielfreude griffen sie in die Saiten, die zwei Geigen „battelten“ sich und die Rhythmus-Abteilung (Schlagzeug, Percussion, Bass) legte einen breiten Teppich darunter. Mit starkem Birmingham-Akzent moderierte Kowalski und bald waren die Shirts auch überflüssig. Schweiß lief über die tätowierten Körper. Tanzmusik klingt zwar etwas altbacken, aber genau das ist es – Musik die direkt in die Beine geht. Es sind eben genau diese kleinen Konzerte die das musikalische Herz höher schlagen lassen. Insbesondere auf der wenig entrückten Bühne in der Teestube des Komplex ist ein solches Live-Erlebnis hautnah. Es ergeben sich Effekte, die auf größeren Bühnen nicht möglich sind und vermitteln einen sehr ursprünglichen Musikgenuss. Aber auch Partycharakter. Eigene Songs. Traditionals und auch sehr eigenständige Interpretationen von bekannteren Songs machen das Repertoire der Band vollständig. 

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