Ziegenbrunnenarena: Zufrieden, aber von allem etwas weniger

Foto:©Albrecht Dennemann

Weniger Besucher, weniger Umsatz als bei der WM vor zwei Jahren und auch weniger Euphorie war während der nun zu Ende gegangenen EM in der Schüttorfer Ziegenbrunnenarena zu vermelden. Am Dienstag wurde die LED-Wand abgebaut und schon am Montag hatten die Komplex-Mitarbeiter Frieder Heckmann und Karsten Ochs die Ton-Anlage abmontiert – Zeit für Pentagon ConZerts, dem Veranstalter des Schüttorfer Public Viewings, ein erstes Resümee zu ziehen.

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Schüttorf. Für Heiner Niemeyer, Daniel Hempen und Fred Steffen von Pentagon ConZerts, hatten mehrere Faktoren Einfluss auf den Erfolg des Public Viewings: Das Wetter war eher bescheiden. Auch wenn es bei den Spielen selbst nie regnete, waren die Temperaturen eher „lausig“ und die Regenwahrscheinlichkeit hatte sicherlich auch den einen oder anderen Besucher abgeschreckt. Nicht positiv hatten sich nach Ansicht der Event-Organisatoren die Spieltermine ausgewirkt. „Wenn man am nächsten Tag arbeiten muss, ist 21 Uhr einfach viel zu spät für den Spielbeginn – warum man dann auch noch das Endspiel auf einen Sonntag-, statt auf den Samstagabend legt, ist mir ein Rätsel“, so Fred Steffen. Insgesamt war zudem eine geringere Euphorie zu spüren. Flatterten in den letzten Jahren an vielen Autos Fähnchen und Eigenheime waren schwarz-rot-gold herausgeputzt, so zeigte sich Fußball-Deutschland in diesem Jahr zurückhaltender. Laut Pentagon haben sich sicherlich auch viele Leute von den inzwischen leichteren, aber größeren Fernsehen zur heimischen Fußball-Runde verlocken lassen.
Dennoch lobten die jeweils 800 bis 1200 Gäste in der Ziegenbrunnenarena das unvergleichliche Fußball-Erlebnis in der Schüttorfer Stadtmitte. Umrahmt von den Häusern und der Kulisse des historischen Rathauses, war es immer wieder ein beeindruckendes Bild und eine besondere Atmosphäre. Gemeinsam jubelt und trauert es sich auch irgendwie schöner. Gezeigt wurden alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft, aber auch die der Türkei und ein paar weitere Spiele. Das Sommerkino wurde unterschiedlich angenommen. Der Kinderfilm „König der Löwen“ lockte regenbedingt nur vergleichsweise wenige Besucher in die Stadt. „Honig im Kopf“ hingegen hatte mit rund 100 Gästen bei zunächst noch angenehmen Temperaturen mehr Erfolg. „Wir hätten die LED-Wand ja gerne intensiver genutzt, aber man muss auch Rücksicht auf die Anwohner nehmen. Mehr ist den Bewohnern der Innenstadt auch nicht zuzumuten“, so Fred Steffen.
Unter dem Strich sei man aber zufrieden und habe auch viel Glück gehabt: Bei keinem Spiel regnete es und man sei finanziell im grünen Bereich. Ohne die Unterstützung der Stadt Schüttorf und die Sponsoren, sei laut Pentagon ConZerts das Public Viewing bei freiem Eintritt aber auch nicht durchführbar.  Heiner Niemeyer, Daniel Hempen und Fred Steffen sind auch deshalb den örtlichen Unterstützern besonders dankbar. „Das Public Viewing ist eine Bereicherung für das Leben in Schüttorf und in der Obergrafschaft und nicht nur für die Innenstadt“, sind sich die Organisatoren sicher.
Die WM 2018 hat Pentagon ConZerts schon ins Auge gefasst, wolle aber auch die Entwicklungen der nächsten zwei Jahre abwarten. Die Sicherheit, aber auch die politische Gesamtlagen könnten bis dahin noch einen Strich durch die Rechnung machen. Schade wäre es, denn das „Rudel-Gucken“ bringt die Menschen zusammen und sorgt für ein Gemeinschaftsgefühl, das sonst kaum möglich wäre.

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