Ziemlich abgefahren: Dada-Gaga-Elektro-Acid-Party im Komplex

Vollkommen spaßorientiert war die einmalige Show, die das Komplex  am Sonnabend erlebte. Die „HGich.T & Acid Aftershow“ versorgte die Gäste mit einem Rundumerlebnis aus Elektro-Sounds, Schwarzlicht und eine Deko quer durch den ganzen Saal, wie es Schüttorf noch nicht gesehen hat. Und die Gäste waren mittels Bemalung durch fluoriszierenden Farben Teil des Events.

HGich.T & Acid Aftershow Foto: © Albrecht Dennemann

Schüttorf. „Ist das Kunst, oder kann das weg“, ein Frage die man sich hätte stellen können. Eine Einordnung fällt schwer. Doch das Gesamtkonzept hatte definitiv sehr künstlerische Züge. Die Deko sorgte im lediglich durch ein paar Spots und Schwarzlicht beleuchteten Saal für ein unvergleichliches Raumgefühl. Der auf deutsch gesungene Text erinnerte an Dada, oder war es doch gaga?
Schon am Nachmitttag hatte die Truppe „HGich.T“ damit begonnen den Saal mit Fäden und Deko auszustaffieren. Eröffnet wurde das Spektakel durch  „Acid Aftershow“, die auch nach der eigentlichen Show den Sound bestritten. Die Show bestand aus zwar deutschen, aber dennoch nicht zusammenzubringenden Texten. Gesang konnte man es dennoch nicht nennen, da eher gesprochen als gesungen. Unterstützt durch Gesang, E-Gitarre und Keyboard versorgte ein DJ die Darsteller mit elektronischen Klängen. Die Nähe zu, oder besser im Publikum war famos, Immer wieder ließ sich der Sänger von den Gästen davontragen und mischte sich in Publikum, wobei er den gesamten Saal ausnutzte.
Party war das Thema und das füllte die Truppe in sehr witziger Weise aus. Sinnentleert und auf das wesentliche reduziert, könnte gelästert werden. Kaum Gäste an der Theke im rückwärtigen Bereich, dafür alle im  Getümmel. Sehr ungewöhnlich für das Komplex, da sich hinten doch so gerne die Grafschafter Musik-Polizei mit verschränkten Armen aufhält. „Ging wohl“ hört man bei anderen Konzerten als ultimativ höchstes Lob, zudem sie fähig sind. Hier brauchte man nicht fragen: Verzückt-entrückte Gesichter und die belebte Tanzfläche sprachen eine sehr eindeutige Sprache. Eine „Dada-Gaga-Elektro-Acid-Party“ der sehr besonderen Art – gerne wieder.

HGich.T & Acid Aftershow Foto: © Albrecht Dennemann

Mit diesem Angebot beschreitet das Komplex wirklich neue musikalische Wege. Nicht nur Punk, Metal, Rock, Blues, oder Folk, sondern auch ein eindeutig an jüngere Musikfans gerichtetes Angebot! Klasse!! Musikalisch muss man das nicht mögen und kann auch die musikalische Qualität in Zweifel ziehen – das geht auch bei einigen Punk-, oder Metal-Bands. Angebote müssen her, die dem Geschmack und den Hörgewohnheiten der jüngeren Besucher entsprechen. Mit „HGich.T & Acid Aftershow“ ist das durchaus gelungen, obschon mit rund 80 Besuchern noch vergleichsweise wenige Gäste dort waren. Der Weg ist beschritten und nun sollte man nach weiteren Acts Ausschau halten und dabei auch nicht den HipHop vergessen.

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