Landkreis aktualisiert Verordnung für Naturschutzgebiet „Itterbecker Heide“

Blick in die Itterbecker Heide Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim

Die Itterbecker Heide stellt als typische nordwestdeutsche Heidelandschaft eines der größten zusammenhängenden Sandheidegebiete in Westniedersachsen dar.

Itterbeck/Nordhorn. Der Grafschafter Kreistag hat nun die seit 1939 bestehende Naturschutzgebietsverordnung „NSG Itterbecker Heide“ mit einer Größe von 126 Hektar nach den Richtlinien der Europäischen Union aktualisiert. Damit wird das Schutzgebiet um eine rund 15 Hektar große Entwicklungsfläche erweitert.
Das Gebiet kann durch Wanderer ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen begangen werden. Zur Lenkung der Erholungsnutzung und zum Schutz vor Störungen insbesondere  der in dem Gebiet wildlebenden Tierarten müssen Hunde ganzjährig an die Leine genommen werden. Aus dem Grund sind auch das Reiten und Radfahren sowie das Aufsuchen und setzen von Geocaching-Punkten in dem Gebiet verboten.
Geprägt wird die Itterbecker Heide durch ihre erd- und bodengeschichtlich bedingten, stark bewegte Oberflächengestalt (Dünen- und Stauchendmoränengelände) mit den angrenzenden lichten Waldbeständen, bestehend aus Wacholdern, Zwergstrauchheiden und Magerrasen. Der hohe Flächenanteil schutzwürdiger Biotoptypen wie Zwergstrauch- und Wacholderheide sowie Trockenrasen und die damit verbundene zum Teil äußerst seltene Tier- und Pflanzenwelt, stellen die Grundlage für die Schutzwürdigkeit des Gebietes dar.
Aufgrund ihrer Entwicklungsfähigkeit sind auch aktuell weniger wertvolle Flächen, wie die die Kiefernbestände im Süden und Westen des Gebietes, in den Geltungsbereich der Verordnung einbezogen. Diese Bereiche sollen sich durch gezielte Pflegemaßnahmen zum Teil in wertvolle Heidebestände entwickeln.
Die Verordnung und die dazu gehörigen Karten können beim Landkreis in der Abteilung “Natur und Landschaft” eingesehen werden. Ansprechpartner sind Gundula von Herz unter Telefon 05921/96-1615 oder per E-Mail gundula.vonherz@grafschaft.de und Gert Lödden, Telefon 05921/96-1613, gert.loedden@grafschaft.de.

 

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