Pop-Rock-Indie-Klassentreffen

Next Tuesday @ in.diefeiertage Easter-Edition 2018 Foto: © Albrecht Dennemann

In die Feiertage ließ sich am Sonnabend die Bentheimer Konzertinitiative “Alternation” im Treff 10 mit gleich drei Bands rocken: Die Obergrafschafter “The Leavers“, die Westmünsterländer “Next Tuesday” und “Kompass 13” aus Hannover. Die “Alternations” freuten sich über einen guten Besuch, wurde es denn doch auch als kleines “Klassentreffen” der ehemaligen Bentheimer auf “Heimaturlaub” genutzt.

The Leavers @ in.diefeiertage Easter-Edition 2018 Foto: © Albrecht Dennemann

Bad Bentheim. “in.die Feiertage – Easter Edition” lautete das Programm in Fortführung des in.die Feiertage vor Weihnachten. Und Indie-Rock sollte es sein – schließlich ist das der Sound, dem sich die Konzertinitiative Alternation verschrieben hat. Doch es war gemischt, wie dies auch schon beim Stonerock und der Weihnachtsausgabe zu hören war. “The Leavers”, eine Band aus dem Bandcoaching-Umfeld der Musik Akademie Obergrafschaft, hatte Pop-Rock im Angebot. Cover-Songs, die den gesanglichen Qualitäten von Sängerin Jana Schüttmann zwar nicht  auf den Leib geschrieben wurden, aber durchaus hätten sein können. Schon mit diesem Opener hatten sich Saal und Café des Treff10 ordentlich gefüllt. Der Leavers-Sound von Markus Garritsen am Cajon, Sebastian Degen an der Gitarre und der prägnante Gesang von Jana Schüttmann, ebnete den Weg für die beiden anderen Bands und natürlich für ein geschmeidiges Hineingleiten in die Feiertage. Viel Routine und Souveränität bringt Jana Schüttmann mit, aber auch Garritsen und Degen ließen sich nicht verunsichern.

Next Tuesday @ in.diefeiertage Easter-Edition 2018 Foto: © Albrecht Dennemann

Rockig, härter mit Metal-Attitüden und -Anleihen wurde es dann mit “Next Tuesday” aus dem Ahauser Umfeld – Westmünsterland, wie sie selbst angeben. Julia, Rico, Oliver, Felix W., Philip, Felix S. mögen die Bühne vielleicht noch nicht so ganz als Komfortzone für sich erobert haben, aber der Sound stimmte. Rockig und wie gesagt härter und auch der Gesang jenseits von Betroffenheits-Lyrik. Ehrlich und unverschnörkelt. Nicht nur in ein paar Attitüden, sondern auch in verspielten Gitarren-Passagen war deutlich auch Metal als Einflussfaktor auszumachen. Aber nicht nur.
Softer Sound war auch nicht die Sache von “Kompass13“, doch der Gesang von Rico Fumiento (Gesang/Gitarre) kam erheblich geschmeidiger, oder auch mainstreamiger daher. Neben Fumiento sorgte Tobias Wehlage (Piano/Gitarre), Jan Wehrhane (Schlagzeug) und Darius Weber (Bass) für einen Klangteppich, der sich deutlich von anderen Bands der Indie-Szene abhob. Versorgt mit Label und Platte hatte sich zurecht auch die Pole-Position als Top-Act des Abends. Die Hannoveraner verstanden es zudem das Publikum mitzunehmen, performten und moderierten souverän, was eine reichhaltige Bühnenerfahrung vermuten lässt. In Hannover soll “Kompass13” durch die Aufstiegsfeier von dem Bundesliga-Fußballverein Hannover 96 bekannter geworden sein, wo sie vor 40.000 Menschen auf dem Trammplatz Hannover spielen durften. Dabei teilten sie sich die Bühne mit bekannten Bands wie „Ich kann fliegen“ und „Fury in the Slaughterhouse“. In Kooperation mit Hannover Concerts standen sie zudem als Support-Act für die deutsche Band „Von Eden“ im LUX Hannover auf der Bühne.
Insgesamt war der Abend eine runde Sache, wenn sich auch mitunter gefühlt mehr Gäste im Café tummelten, als vor der Bühne. Diskutiert wurde hier und dort auch das Stonerock-Festival ende Juli. Man darf gespannt sein, was die Alternations zusammenstellen. Ein gutes Händchen haben sie in der Vergangenheit bewiesen. Aber auch bei ihren Indoor-Konzerten im Treff 10. So setzten Razz und Giant Rooks inzwischen bundesweit Footprints in Clubs und auf Festivalbühnen.

Kompass13 @ in.diefeiertage Easter-Edition 2018 Foto: © Albrecht Dennemann

[GALERIE]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.