“Zur Sonne, zum Licht”

Frühjahrskirmes und Hollandmarkt Bad Bentheim Foto: ©Albrecht Dennemann

Wenn es sich für die Fahrgeschäfte, Stände und die Markthändler nicht gelohnt haben sollte, dann kann es nicht am Wetter gelegen haben. Bei wirklich allerbestem Wetter präsentierte sich am Wochenende die Bad Bentheimer Frühjahrskirmes und am Sonntag auch der Hollandmarkt in der Bad Bentheimer Innenstadt. Wo diese zu finden ist, musste auch nicht gefragt werden.

Bad Bentheim. “Zur Sonne, zum Licht” zog es vor allem am Sonntag nicht nur Bad Bentheimer. An der Sprache war auszumachen, dass auch viele Niederländer sich auf den Weg in die Burgstadt gemacht hatten. So richtig zufriedenstellend waren der Freitag und Sonnabend für die Kirmes möglicherweise nicht – trotz hervorragendem Wetter. Der Sonntag musste dann entscheiden. Organisator Manfred Heskamp bedauerte im Gespräch mit Blixxm zwar, dass der Autoscooter nicht mehr auf den Platz gepasst habe, schien aber dennoch sehr zufrieden. Gut, die Kirmes war eher ein Angebot für Familien mit kleineren Kindern, aber umso familiärer war die Atmosphäre. Frühlingshaft erblühte der Eingang zur Schlossstraße entlang des  Bismarck-Denkmals. Wurst-, Käse-, Brot-, Bekleidungs- und viele andere Stände schlossen sich an. Die Cafés konnten sich über fehlende Gäste nicht beschweren: Die Sonne lockte und die Menschen genossen den wunderbaren Tag.
Viel hatte Organisator Heskamp in den letzten Jahren ausprobiert. Erst unten auf dem Parkplatz am Schlosspark und seit einigen Jahren auf dem Rathausplatz. “Etwas niveauvoller sollte es in diesem Jahr sein”, begründete der Kirmes-Mann die Entscheidung, am Sonntag einen Hallandmarkt anzuschließen. Diese Idee schien aufgegangen zu sein. Im letzten Jahr hatte Heskamp einen Trödelmarkt organisiert, der von einigen Gästen in diesem Jahr vermisst wurde. “Ein Kinderflohmarkt in der Wilhelmstraße, das wäre zusätzlich zum Hollandmarkt eine gute Sache”, machte man einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag. Zwar hatten die Innenstadtgeschäfte am Freitag längere Öffnungszeiten bis 20 Uhr angeboten, doch weiter schien die Zusammenarbeit nicht zu gehen. Eine Kooperation der Kaufleute mit dem Kirmesangebot, könnte eventuell Synergieeffekte erzeugen. So war es dennoch eine runde Sache.
Dennoch zeigt sich deutlich, dass Kirmes doch eher ein “angängiges” Veranstaltungsformat ist. Vorbei sind die Zeiten, als sowohl Kinder und Erwachsene sich darauf freuten. Allein zeihen Karussells, Auto-Scooter und andere Fahrgeschäfte nicht mehr die Leute in die Städte. Ein Überleben der Kirmes ist offenbar nur noch mit flankierenden Angeboten, wie dem Holland-Markt und/oder Flohmärkten möglich.

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